Warum
Vegan?
Boykott gegen Grausamkeit!
Die Umwandlung von Tieren zu Nahrungsmitteln
Viele Menschen glauben, dass Nutztiere gut behandelt
werden müssen, weil kranke oder tote Tiere keinen
Nutzen für Agrarwirtschaft hätten. Dies
ist nicht wahr.
Aktuelles Videomaterial, das die erschrecken Haltungsbedingungen
dokumentiert, die die meisten Hühner und Schweine
in Deutschland erdulden müssen, finden Sie z.B.
unter veg-tv.info,
www.dokumenTIERE.de,
www.peta.de und http://de.youtube.com/watch?v=LBbypWWvv-c.
Unser
Täglich Brot.
Hennen
in überfüllten Käfigen leiden unter
schwerem Verlust von Federn.
Industrialisierte Grausamkeit: Massentierhaltung
Der Wettbewerb um die Herstellung billiger Nahrungsmittel
wie Fleisch, Eier und Milchprodukte hat dazu geführt,
dass Landwirtschaftsbetriebe Tiere als Objekte und
Investionsmittel behandeln. Der weltweite Trend geht
dahin, kleine Familienbetriebe durch Massenbetriebe
zu ersetzen – riesige Warenhäuser in denen
Tiere in überfüllte Käfige, Gehege
oder Ställe gepfercht werden.
Die Gesellschaft ist extrem naiv was das Wesen
der landwirtschaftlichen Produktion betrifft.
Wenn die Öffentlichkeit mehr darüber
wüsste, wie sehr Landwirtschaft und Nutztierhaltung
das Wohlergehen von Tieren einschränken, wäre
der Aufschrei lauter.
-Dr. Bernard E. Rollin
Farm Animal Welfare, Iowa State University Press,
2003
Dr.
Bernard Rollin erklärt, dass es „ökonomisch
effizienter ist, eine größere Zahl von
Vögeln in jeden Käfig zu stecken und damit
zwar eine geringere Effizienz pro Vogel, aber eine
höhere Effizienz per Käfig in Kauf zu nehmen...
Zum Beispiel können einzelne Tiere aufgrund ihrer
Immobilität eine Gewichtszunahme „produzieren”,
obwohl sie gleichzeitig unter ihrer Unfähigkeit
sich zu bewegen leiden... Hühner sind billig,
Käfige sind teuer.“(1)
In
einem Artikel vom November 1993, der für die
Reduzierung von 8 auf 6 square feet pro Schwein plädierte,
riet die Industriezeitschrift ‘National Hog
Farmer’: „Schweine einzuzwängen zahlt
sich aus”.
Vögel. Nahezu alle Vögel,
die in den USA für die Nahrungsmittelproduktion
gezüchtet werden, stammen aus Massentierhaltung.(2)
Im Inneren der dicht besiedelten Gebäude sammeln
sich riesige Mengen von Abfall. Die daraus resultierenden
hohen Ammoniak-Level verursachen regelmäßig
schmerzhafte Verbrennungen der Haut, Augen, und Atemwege
der Vögel.(3)
Um die Verluste zu reduzieren, die daraus resultieren,
dass die Tiere sich gegenseitig hacken, schneiden
Bauern ein Drittel bis zur Hälfte der Schnäbel
der Hühner, Truthähne und Enten ab.(4) Die
Vögel leiden wochenlang unter starken Schmerzen.5
Einige, nach der Prozedur unfähig zu fressen,
verhungern.(1)
Eierlegende
Hennen: In enge Käfige gepackt (typischerweise
weniger als ein halber Quadratfuß Fläche
pro Vogel)(6), können die Hennen immobilisiert
werden und an Dehydrierung oder Erstickung sterben.
Verwesende Leichen werden in Käfigen mit lebenden
Hühnern gefunden.
Zum Zeitpunkt ihres Transports zum Schlachthof sind
die Skelette der Hennen so fragil, dass viele sich
beim Fangen oder während des Transports die Knochen
brechen.(7)
Für die moderne Nutztier-Landwirtschaft gilt:
je weniger der Konsument darüber weiß,
was passiert, bevor das Fleisch auf den Teller kommt,
umso besser.
Wenn das stimmt, ist das eine moralische Situation?
Sollten wir davor zurückschrecken die Leute
wissen zu lassen, was wirklich vor sich geht, weil
wir nicht wirklich stolz darauf sind und befürchten,
dass die Wahrheit sie zu Vegetariern machen könnte?
-Dr. Peter Cheeke
Professor für Tierzucht an der Oregon State
University
1 Bernard E. Rollin, PhD, Farm Animal Welfare, 2003.
2 Peter Cheeke, PhD, textbook Contemporary Issues
in Animal Agriculture, 2004.
3 Poultry Perspectives (MD Cooperative Extension),
2002;4(1).
4 Agricultural Research (USDA ARS), 2005 Mar;53(3):4–7.
5 J Appl Anim Welf Sci, 2001;4(3):207–21.
6 USDA APHIS VS, Reference of 1999 Table Egg Layer
Management in the U.S., 1/00.
7 Poult Sci, 2004;83:184–92.
Schweine:
In der September Ausgabe von 1976 der Industriezeitschrift
Hog Farm Management riet John Byrnes: „Vergessen
Sie, dass das Schwein ein Tier ist. Behandeln Sie
es wie eine Maschine in einer Fabrik.”
Die meisten Zuchtsäue verbringen ihr Erwachsenenleben
in engen Ställen, ohne sich umdrehen zu können.
Heutige Schweinezüchter haben genau das getan.
Wie Morley Safer es in 60 Minuten ausdrückte:
„Dies (der Film Babe) ist die Art wie Amerikaner
über Schweine denken möchten. Im richtigen
Leben sehen ‘Babes’ keine Sonne in ihren
limitierten Leben, ohne Heu zum Schlafen, und ohne
Schlamm zum Herumrollen. Die Säue leben in winzigen
Käfigen, so eng, dass sie sich nicht einmal umdrehen
können. Sie leben über Metallstäben,
und ihre Ausscheidungen werden durch Latten unter
ihnen gedrückt und in riesige Gruben gespült.”(8)
Milchkühe: Zwischen 1940 und
2004 stieg die durchschnittliche Milchproduktion per
Kuh von 2.3 auf 9.5 Tonnen pro Jahr(9); einige Kühe
haben sogar 30 Tonnen überschritten(10). Hohe
Milchproduktion führt häufig zu Euter-Durchbruch,
welches in früher Schlachtung resultiert(11).
Es
ist unprofitabel Kühe am Leben zu erhalten, wenn
ihre Milchproduktion nachlässt. Sie werden in
der Regel im Alter von 5-6 Jahren getötet(11),
obwohl ihre natürlich Lebenserwartung 20 Jahre
und mehr beträgt.
Ein für Kalbsfleisch gezüchtetes Kalb.
Milchkühen wird nur selten erlaubt ihre Kälber
zu säugen.(11) Viele männliche Kälber
werden sofort geschlachtet, während andere für
“Spezial- Kalbsfleisch” gezüchtet
werden – sie werden für 18-20 Wochen in
engen Ställen gehalten und am Nacken angekettet
, bevor sie geschlachtet werden.(10)
Frau DeBoer sagte, sie habe nie eine Kuh von Hand
gemolken, und erwartete auch nicht, dies jemals
zu tun. In der Fabrik, die ihr Stall ist, werden
die Melkmaschinen von den Angestellten, fast ausschließlich
Latinos, gehandhabt.
„Es ist nur eine Fabrik, das ist alles,”
sagte sie. „Wenn die Kühe keine Milch
produzieren, werden sie zu Rindfleisch.”
-Übersetzt aus: “Urban Sprawl Benefits
Dairies in California” The New York Times,
22.10.1999
Transport:
Zusammengepfercht müssen die Tiere in
ihren Exkrementen stehen, während sie den extremen
Temperaturen in offenen Transportern ausgesetzt sind,
manchmal am Container festgefroren(12). Etwa 200.000
Schweine jährlich kommen bereits tot in den Schlachthöfen
an(13); viele dieser Tode sind durch einen Mangel
an Durchlüftung der Transporter bei heißem
Wetter verursacht(14).
Arbeiter schocken die Tiere mit elektrischen „Viehtreibern“,
was die Häufigkeit von „Festliegern”
erhöht – Tieren, die zu krank oder verletzt
sind um zu stehen(12,14). „Festlieger”
werden mit Gabelstablern oder ähnlichem von den
Transportern gehieft(12). 
Wie dieser Bulle, den ich letztes Jahr hatte –
dieser Bulle war einer der größten Bullen,
die ich je gesehen habe. Er war ganz am Anfang des
Transporters. Und er hatte einen solchen Kampfgeist,
er gab sein Bestes, um vom Transporter runterzukommen.
Er wurde von drei oder vier Fahrern zu Tode geprügelt
… aber seine Hinterbeine, seine Flanken hatten
einfach aufgegeben. Also prügelten sie weiter.
Und es dauerte etwa 45 Minuten bis er vom Vorderende
des Transporters zur Hinterrampe gelangt war…
Dann wurden sein Vorderbeine angegekettet, und
er fiel von der Rampe, knallte auf den Boden, ich
weiß nicht wieviele Meter das waren, aber
es war ein ziemliches Spektakel… Ich sagte,
„Warum erschießt ihr ihn nicht einfach?
Was ist los mit Euch? Wo ist der Ehrenkodex geblieben?’
„Dann sagte der eine Typ, „Ich schieße
nie. Warum sollte ich eine Kuh erschießen,
die runterkommen kann und noch gutes Fleisch liefert?”
Als ich den Job gerade begonnen hatte sprach ich
mit einem der Trucker über „Festlieger”.
Er sagte, „Du solltest dich besser nicht so
aufregen. Dies geht seit vielen Jahren so. Es wird
für den Rest meines und deines Lebens so weitergehen.
Also beruhige dich. Es passiert einfach. Du wirst
etwas verbittert, so wie ich. Du denkst einfach
nicht an die Tiere. Du denkst einfach, dass sie
nichts fühlen oder so.”
-Interview mit einem kanadischen Viehtransport-Fahrer
aus A Cow at My Table, Dokumentarfilm 1998
Freilandhaltung?
Produkte können das Label „aus Freilandhaltung“
erhalten, wenn die Tiere nachweislich Zugang zum Freien
haben. Dies schließt aber keinerlei andere Kriterien
ein. Freilandhaltung mag zwar eine Verbesserung im
Vergleich zu Standard-Massenbetrieben darstellen,
sie ist aber keineswegs frei von Leiden. Schauen Sie
unter WhyVegan.com
für weitere Informationen.
Fisch: FAO klassifiziert 75% der
Weltmeere als voll ausgeschöpft, überfischt
oder erschöpft.(15) Hunderte von Tausenden von
Säugetieren, darunter Delfine, sterben jedes
Jahr in den Netzen.(16) Der am schnellsten wachsende
Sektor der tierischen Nahrungsmittelproduktion ist
die Fischzucht.(15) Die unangemessene Dichte von Tieren
in diesen Betrieben führt zu schlechter Wasserqualität,
Stress, Aggression, Verletzungen, Krankheiten und
Sterben.(10)
8 “ Pork Power,” 60 Minutes, 6/22/03.
9 USDA NASS, Agricultural Statistics 2006.
10 USDA, Animal Welfare Issues Compendium, 9/97.
11 Textbook Scientific Farm Animal Production, 8th
edition, 2004.
12 USDA, Survey of Stunning & Handling, 1/7/97.
13 USDA FSIS Animal Disposition Reporting System,
2002.
14 “ Don’t Let Stress, Heat be a Downer
for Pigs,” Pork (May 2005):16–18.
15 Food and Agriculture Organization of the United
Nations, The State of World Fisheries and Aquaculture
2006.
16 International Whaling Commission, SC/55/BC5, 5/03.

Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten…
Falls
sie die Zuchtbetriebe und den Transport überleben,
werden die Tiere – ob sie aus Massentier- oder
Freilandhaltung kommen – geschlachtet.
Es ist gesetzlich festgelegt, dass Säugetiere
vor dem Schlachtet betäubt werden (kosher und
halal ausgenommen) müssen. Gebräuchliche
Methoden sind:
- Bolzenschuss-Methode – Eine “Pistole”
wird an den Kopf des Tieres gesetzt und ein Metalstab
wird ins Gehirn geschossen. Ein sich wehrendes Tier
zu erschießen ist schwierig, und der Stab
verfehlt die Markierung häufig.
- Elektrische Betäubung – Ein Stromschlag
ruft einen epileptischen Anfall hervor; dann wird
die Kehle durchgeschnitten. Dem Industrieberater
Dr. Temple Grandin zufolge „kann unzureichende
Stromstärke dazu führen, dass das Tier
gelähmt wird, ohne wirklich betäubt zu
sein.
In dem modernen Schlachthof, in dem Ramon Moreno
arbeitet, dauert es 25 Minuten um einen lebenden
Stier in ein Steak zu verwandeln…
Die Tiere sollten tot sein, bevor sie in Morenos
Hände fallen. Aber allzu often waren sie es
nicht.
„Sie blinzeln. Sie machen Geräusche,’
sagte er leise. „Der Kopf bewegt sich, die
Augen sind weit offen und schauen sich um.”
Moreno würde trotzdem schneiden. An schlechten
Tagen, sagt er, erreichen Dutzende von Tieren seine
Station lebend und bewusst. Einige überleben
bis zum Schwanzabschneider, Bauchaufschlitzer, Fellabzieher.
„Sie sterben,” sagte Moreno, „Stück
für Stück.”
-„Modern Meat: A Brutal Harvest”, The
Washington Post, 10.04.01
Meiner Meinung nach wäre ein Großteil
der Fleischesser, wenn sie die Gelegenheit bekämen,
industrielle Hähnchenzuchtbetriebe zu besuchen,
um zu sehen wie die Vögel aufgezogen, ‘geerntet’
und dann in Verarbeitungsbetrieben ‘verarbeitet’
werden, nicht gerade positiv beeindruckt und vielleicht
würden viele von ihnen dem Essen von Geflügel,
und vielleicht sogar von Fleisch im Allgemeinen,
ganz abschwören.
-Dr. Peter Cheeke
Contemporary Issues in Animal Agriculture, Lehrbuch
2004
„Im Gegensatz zu Rindern werden Schweine nach
dem Betäuben in heißes Wasser getaucht,
um die Hides weicher für das Häuten zu machen.
Das Resultat ist, dass einige Schweine zum Ertrinken
verdammt werden. Heimliche Videoaufnahmen aus einer
Schweinefleischanlage in Iowa zeigen Schweine, die
quieken und treten, als sie in das Wasser hinabgelassen
werden.“(18)
Um die Handhabung zu vereinfachen, werden für
die Nahrungmittelproduktion gezüchtete Vögel
in der Regel mittels elektrischer Betäubung gelähmt.
Es ist allerdings unbekannt, ob diese Art der Betäubung
die Vögel wirklich bewusstlos werden lässt;(1)
der Schock könnte im Gegenteil eine „unheimlich
schmerzvolle Erfahrung“ sein.(19) Jahr für
Jahr erreicht eine Unmenge an Hühnern, Truthähnen,
Enten und Gänsen die Tanks lebend und wird entweder
zu Tode gekocht oder ertrinkt.(13,20)
Jüngste verdeckte Ermittlungen in der Geflügelschlachtung
Im Januar 2007 nahm ein Rechercheur der Organisation
„Mercy for Animals“ eine Stelle in einem
der größten Schlachtanlagen des Landes
an, um die Bedingungen aus erster Hand zu erleben:
Vögel mit gebrochenen Flügeln, offenen
Wunden und riesigen Tumoren wurden entlang der Schlachtreihe
aufgehängt; einige der verletzten Tiere hatten
sich zuvor stundenlang auf dem Fußboden gewunden.
Arbeiter boxten, traten, warfen und misshandelten
lebende Vögel; sie zogen Eier aus den Körpern
der Vögel um sie nach Mitarbeitern zu werfen,
und sie rissen die Köpfe von Vögeln ab,
die in den Transportkäfigen gefangen waren.
2005 sah ein PETA Mitarbeiter in einer noch größeren
Anlage, wie viele Vögel in die Mangel der Halsschneidemaschine
gerieten; Arbeiter rissen die Köpfe der Vögel
ab, die das Messer verfehlt hatten.
Mehr zu diesen Recherchen und weitere Details dieser
und anderer Schlachthof-Untersuchungen finden Sie
unter VeganOutreach.org/video
17 Temple Grandin, “Animal Welfare and Humane
Slaughter,” 11/04.
18 “ Modern Meat: A Brutal Harvest,” Washington
Post, 4/10/01.
19 “ Humane Slaughter of Poultry: The Case Against
the Use of Electrical Stunning Devices,” J Ag
& Env Ethics, 7/94.
20 USDA FSIS, Meat and Poultry Inspection Manual,
part 11.
"Die Frage ist nicht, Können sie denken?
oder Können sie sprechen? sondern Können
sie leiden?"
-Jeremy Bentham, An Introduction to the Principles
of Morals & Legislation, 1789
Der Klimawandel ist mit steigenden Temperaturen,
steigenden Meeresspiegeln, schmelzenden Polkappen
und Gletschern und sich verändernden Ozeanströmen
und Wettermustern die wichtigste Herausforderung
der menschlichen Spezies.
Der Viehzuchtsektor ist dabei ein Hauptakteur,
der für 18 Prozent der C02-Emissionen verantwortlich
ist. Dieser Anteil ist höher als der des Verkehrs.
-Welternährungorganisation der vereinten Nationen
Der lange Schatten der Viehzucht, 2006
Geschichten hinter den Mauern
-Nicht das Bild aus Ihrer Kindheit, von lauren Ornelas
Als ich sah, wie das Leben für Schweine in den
heutigen Betrieben wirklich ist, habe ich mich für
Tage körperlich krank gefühlt. Ich wusste
zwar, dass sie auf Betonböden in Massentrieben
leben. Aber ich war nicht auf die furchtbare Wirklichkeit
ihrer Langeweile vorbereitet.
In dem Verschlag für die schwangeren Tiere schlugen
Säue ihre Köpfe kontinuierlich gegen die
Käfigtüren, als versuchten sie zu entkommen.
Nach einer Weile gaben manche auf und legten sich
hin, während andere ihr aussichtsloses Tun wieder
aufnahmen.
Ich
sah die Pferche, in denen die Schweine fürs Schlachten
gemästet wurden - Zellen, hauptsächlich
aus Beton, jede mit etwa einem Dutzend Schweinen.
In einem Pferch war ein Schwein, dem ein Ohr fehlte.
Einem anderen ragte eine pampelmusen- große
Geschwulst aus dem Bauch. Ein totes Schwein wurde
ständig von anderen angestupst und angeleckt.
Der Gestank an diesen Orten ist überwältigend.
Auf den größeren Höfen, die ich besuchte,
waren tausende Schweine in Verschlägen untergebracht.
Tote Schweine wurden zusammen mit den lebenden in
den Pferchen gelassen; andere Schweine waren in den
Gang geworfen worden - kaum noch am Leben, unfähig
Nahrung und Wasser zu erreichen.
Rechts: Ein Schwein mit einer riesigen Bauchgeschwulst.
Haben wir als Menschen, die wir über Vernunft
und über die Fähigkeit verfügen,
abstrakte Ideen verbal und schriftlich auszutauschen,
und mit Hilfe von über Generationen angehäuften
Erkenntnissen ethische und moralische Urteile zu
fällen, das Recht, das Leben anderer empfindender
Organismen zu nehmen, besonders dann, wenn wir dazu
nicht durch Hunger oder Ernährungsbedarf gezwungen
sind, sondern es aus dem etwas trivialen Grund tun,
dass wir den Geschmack von Fleisch mögen?
Sollten wir es nicht besser wissen?
-Dr. Peter Cheeke, 2004
-Emerys
Rettung, von Christine Morrissey, EastBayAnimalAdvocates.org
Emery war dazu bestimmt, eine der vielen als „hunderprozent
natürlich“ beworbenen Hühnerbrust-Filets
im lokalen Supermarkt zu werden. Aber durch eine glückliche
Verkettung von Zufällen nahm dieser plumpe Hahn
einen Umweg vom normalen Leben eines für Fleisch
gezüchteten Vogels.
Während des Sommers 2005 entdeckten Retter der
East Bay Animal Advocates (EBAA) das verletzte 4-Wochen-alte
Huhn in einem Massentierbetrieb. Das kalifornische
Zentraltal zurücklassend siedelte Emery in die
Meerbucht-Gegend um. Diese Nacht veränderte sein
Leben.
Emery leidet, als „Vorzeige-Huhn“ der
Hähnchenindustrie, unter einem lähmenden
„Spreiz-Bein“ – einer Deformation
der Extremitäten, die unter Hähnchen häufig
ist. Hühner aus Massentierbetrieben, die unter
Spreiz-Beinen leiden, haben häufig Schwierigkeiten
an Futter und Wasser zu gelangen. Tierärztliche
Behandlung wird ihnen verweigert.
Ähnlich wie Truthähne leben Hähnchen
eingezwängt in Pferchen mit zehntausenden anderer
Vögel. Dazu gezwungen, auf mit Abfallstoffen
durchtränkter Streu zu leben, leiden diese Vögel
häufig an Verätzungen an den Füßen
und am Körper.
Heutige
Hähnchen wurden dazu gezüchtet ihr Markgewicht
in sechs Wochen zu erreichen – doppelt so schnell
wie ihre Artgenossen von 1940. Dieses rapide Wachstum
hat eine steigende Anzahl von Krankheiten wie z.B.
Bauchwassersucht oder schmerzhafte Verformungen des
Skeletts zur Folge. Um die mit Übergewicht assoziierten
Reproduktionsprobleme und Lahmheit zu vermeiden, wird
die Ernährung von Hühnern, die für
die Zucht verwendet werden, extrem eingeschränkt.
Emery, bevor und nachdem er aus dem Betrieb befreit
wurde.
„Im Gegensatz zu dem, was man von der Industrie
zu hören bekommt, sind Hühner keine intelligenzlosen,
einfachen Automaten, sondern zeigen komplexe Verhaltensweisen,
können lernen, haben eine reichhaltige soziale
Organisation und ein breites Repertoire an Rufen.
Jeder, der einmal Hühner im Hinterhof gehalten
hat, wird darüber hinaus erhebliche Unterschiede
ihrer Persönlichkeiten bemerken.“
-Dr. Bernard Rollins, 2003
Den Kreis erweitern
Im Laufe der Zeit hat die Menschheit die Reichweite
ihrer ethischen Berücksichtigung mit dem Rückgang
von Unwissen und Bedarf stetig erweitert - erst
über Familie und Stamm hinaus, später
über Religion, Rasse und Nation.
Andere Spezies voll in die Reichweite dieser Entscheidungen
einzubeziehen mag der gemäßigten Meinung
heute als undenkbar erscheinen. Eines Tages, in
Jahrzehnten oder Jahrhunderten, mag es als nicht
mehr erscheinen, als das, was 'zivilisiertes' Verhalten
erfordert.
-„Was
Menschen Tieren schulden“
The Economist, 19.8.95
Wahre menschlich Güte in all ihrer Reinheit
und Ungebundenheit kann sich nur zeigen, wenn ihr
Empfänger keine Macht hat.
Die wahre moralische Prüfung für Menschlichkeit,
ihre fundamentale Prüfung (die den Blicken
tief verborgen liegt), besteht in ihrer Haltung
gegenüber denen, die ihr völlig ausgeliefert
sind: Tieren.
Und in dieser Beziehung hat die Menschheit ein
fundamentales Debakel erlitten, ein Debakel so fundamental,
dass alle anderen von ihm herrühren.
-Milan Kundera
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, 1984
Enten und Gänse werden zwangsernährt,
um Leberpastete herzustellen.
Menschen - die andere Tiere unterjochen, kastrieren,
mit ihnen experimentieren und sie filetieren - hatten
einen verständlichen Hang so zu tun, als könnten
Tiere keinen Schmerz fühlen. Eine scharfe Trennung
von Menschen und „Tieren“' ist unentbehrlich,
wenn wir sie unserem Willen unterwerfen, sie für
uns arbeiten lassen, sie als Kleidung tragen und
sie essen wollen - ohne beunruhigende Gefühle
wie Schuld oder Bedauern.
Es gehört sich nicht für uns, die wir
andere Tiere oft so gefühllos behandeln, zu
behaupten, dass nur Menschen leiden könnten.
Das Verhalten anderer Tiere macht solche Behauptungen
fadenscheinig. Sie sind uns einfach zu ähnlich.
-Dr. Carl Sagan & Dr. Ann Druyan
Schöpfung auf Raten, 1992
Eine gesunde Art zu leben
Eine vegane Ernährung kann sehr gesund sein.
In der Tat hören viele Menschen zunächst
ihrer Gesundheit zuliebe auf, tierische Produkte zu
essen.
Einem Positionspapier der größten amerikanischen
Ernährungsgesellschaft ADA zufolge, haben Vegetarier
durchschnittlich niedrigeres Körpergewicht, weniger
Cholesterin, geringeren Blutdruck und leiden seltener
unter Typ 2 Diabetes, Herzkrankheiten, Prostata- und
Dickdarmkrebs.(21)
Tierische Produkte einwach wegzulassen sichert aber
noch keine optimale Gesundheit. Wie alle Menschen
sollten auch Veganer auf eine ausgewogene Ernährung
achten.
Proteine, Vitamin B12 und D, Omega-3-Fettsäuren,
Kalzium und Jod sind wichtig.
Glücklicherweise gibt es heutzutage eine große
Auswahl an nahrhaften und bequemen Optionen für
Veganer, darunter z.B. verschiedene proteinreiche
Fleischersatzprodukte und Milchalternativen.
Mehr Informationen zu einer gesunden, planzlichen
Ernährung finden Sie unter VeganHealth.org/sh
und in unsere kostenlosen Broschüre Guide to
Cruelty-Free Eating.
-Hier ein Zitat aus Deutschland, das man einfügen
könnte:
"Studien mit Veganern, die weltweit, aber auch
von uns, durchgeführt wurden, zeigen, daß
Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind
als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht,
Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion
sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger
im Normalbereich."
-Professor Dr. Claus Leitzmann, Ernährungswissenschaftler
der Justus-Liebig-Universität Gießen

21 J Am Diet Assoc, 2003 Jun;103(6):748–65
(TinyURL.com/2m4wpj).
Als ich meinen ersten Vegetarier traf, erzählte
er mir, dass er seit vierzehn Jahren kein Fleisch
mehr gegessen hatte.
Ich schaute ihn an, als hätte er es geschafft,
während dieser gesamten Zeit seinen Atem anzuhalten.
Heute weiß ich, dass nichts Drastisches oder
Merkwürdiges dabei ist, sich fleischlos zu
ernähren.
-Erik Markus
Vegan: The New Ethics of Eating, 1998
Was soll ich essen?
Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen, kann es zunächst
eine Weile dauern, neue Nahrungsmittel zu erkunden
und eine Routine zu entwickeln. Es stehen jede Menge
Produkte zur Auswahl – probieren Sie so lange,
bis sie Ihre persönlichen Favoriten gefunden
haben.
In der Regel können sie vegane Produkte in Supermärkten,
Reformhäusern und Kooperativen kaufen. Eine Auswahl
an veganen Speisen wird für gewöhnlich in
italienischen, chinesischen, mexikanischen, indischen,
thailändischen, orientalischen und anderen ethnischen
Restaurants, sowie in vielen gewöhnlichen Restaurants
und Ketten angeboten – fragen Sie einfach!
Wenn Sie backen, können Sie Eier durch Eiersatz,
Maisstärke (2 Esslöffel pro Ei) oder Bananen
(eine pro Ei) ersetzen.
Soja-, Reis- und Nussmilch kann anstelle von Kuhmilch
verwendet werden. Diese und andere Milchersatzprodukte
– darunter Käse, Jogurt, und Eis –
können fertig gekauft oder zuhause zubereitet
werden.
Vegane Variationen beliebter Familienrezepte, häufig
mit Seitan oder anderen Fleischersatzprodukten zubereitet,
können Sie in vielen Kochbüchern und auf
einer großen Anzahl an Internetseiten finden.
Unser “Guide
to Cruelty-Free Eating” enthält ein
Glossar veganer Lebensmittel, sowie zahlreiche einfache
Rezepte. Kontaktieren Sie uns noch heute für
ein kostenloses Exemplar!
Einige
einfache Ideen für Mahlzeiten:
Frühstück:
Pfannkuchen
Soja-Jogurt
Fruchtshake
Brötchen oder Toast mit Marmelade
Haferflocken
Cornflakes oder Müsli mit Sojamilch
„Tofu Scramble“
Mittag-/Abendessen:
Vegetarische Sandwiches
Vegetarischer Hot-Dog
Soja- oder Gemüseburger
Tofu-Lasagne
Spaghetti mit Tomatensoße
Suppe oder vegetarisches Chili (mit Reis oder Pasta)
Gebackene, gestampfte oder gebratene Kartoffeln
Tofu, Tempeh oder Seitan-Pfanne
Curries oder Eintöpfe mit Gemüse
Pizza ohne Käse (oder mit Soja-Käse)
Snacks/Dessert:
Veganer Kuchen, Kekse, Pudding oder Eis
Trockenobst wie Rosinen, Feigen, oder Aprikosen
Erdnüsse, Mandeln, oder Walnüsse
Bananen, Äpfel, oder Orangen
Salzstangen oder Popcorn
Chips mit Dip
Studentenfutter
Veganer genießen köstliche milch-freie
Desserts.
Vegan Outreach
Vegan zu leben heißt nicht perfekt zu sein
– es heißt nur, zu versuchen, Leiden zu
vermindern.
Wenn
Nicht-Vegetarier sagen, dass „menschliche
Probleme an erster Stelle stehen” kann ich
nicht vermeiden mich zu fragen, was genau es ist,
das sie für Menschen tun, das sie dazu treibt
die verschwenderische, unbarmherzige Ausbeutung
von Nutztieren weiterzuführen.
-Peter Singer
Animal Liberation, 1990
Anstatt die versteckten Grausamkeiten der Massentierhaltung
und Schlachtung zu unterstützen, kann jeder von
uns sich dazu entscheiden, mit Mitgefühl zu handeln
und Massentierhaltung zu boykottieren.
Menschliche Entscheidungen zu treffen ist die ultimative
Bejahung unserer Menschlichkeit.
Über die Dauer eines Lebens hinweg können
die Ernährungsgewohnheiten einer einzigen Person
Hunderte von Tieren betreffen. Um möglichst viel
Leiden zu vermeiden, ist es wichtig, einen Ansatz
zu wählen, den wir auch durchhalten können.
Nach der Lektüre dieser Broschüre mögen
sich einige Menschen dazu entscheiden, sofort Veganer
zu werden; andere entscheiden sich vielleicht dazu,
weniger Tierprodukte zu essen und öfter vegetarische
Alternativen auszuprobieren.
Denken
Sie daran: Veganismus ist für sich selbst genommen
kein Endziel. Es geht nicht darum, „böse”
Zutaten im Sinne einer religiösen Doktorin zu
verbieten. Stattdessen sollte Veganismus als ein Mittel
zur Verminderung von Leiden betrachtet werden.
Veganismus hat mich zu mehr Bewusstsein und Spiritualität
geführt.
-Dexter Scott King
Sohn von Martin Luther King Jr.
Vegetarian Times, Oktober 1995
Ich denke, jede/r hat die Fähigkeit anzuhalten,
nachzudenken und zu sagen, „Wenn ich dich
kennen würde, würde ich dich nicht essen“.
Und in einem gewissen Sinne ist es wirklich so einfach.
-Dr. Tom Regan
Professor für Philosphie an der North Carolina
State University
Es ist einfach für uns, die Vorurteile unserer
Großeltern zu kritisieren, von denen sich
bereits unsere Eltern befreit haben.
Es ist viel schwieriger, Abstand zu unsere eigenen
Ansichten zu nehmen, so dass wir emotionsfrei nach
Vorurteilen unter unseren eigenen Glaubensvorstellungen
und Werten suchen können.
-Peter Singer
Professor für Bioethik and der Princeton University
Praktische Ethik, 1993
Kostenlose Rezepte! VeganOutreach.org/guide
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